Dieses El (Erstzulassung Juli '91 als Botenfahrzeug im "Motorenwerk Bremerhaven GmbH") hat ein Freund in meinem Auftrag in nicht betriebsfähigem Zustand ohne Batterien von einem Privatmann gekauft und per Spedition nach Rüsselsheim verfrachtet.
Es bekam vorn neue Bremsbeläge, neue Reifen und Batterien (3 St., Varta FPG 12100 12V/100AH/K5 VHB POWERBLOC
400 FPG/GUG, Preis: 879,43 DM) und wurde im März '99 wieder zugelassen.
El auf der Hebebühne |
"Curiosity killed the cat" sagen die Engländer. Mich hat die Neugier zum Glück blos Geld gekostet.
Bei einem früheren Job als Fahrer eines Elektrostaplers (Still R50) hatte ich mir ganz naiv überschlägig ausgerechnet, daß es doch eigentlich möglich sein müßte, auch den Weg zum Arbeitsplatz "mit Batterieantrieb" zurückzulegen, statt mit "Honneckers Kettensäge" (= stinkendes zweitaktendes MZ-Gespann) die Luft zu verpesten. Als ich dann 1998 ein unbekanntes Elektro-"Auto" zum "billigen Preis" angeboten bekam, beguckte ich mir deshalb das (neue) City-El eines örtlichen Apothekers, um herauszufinden wie sowas überhaupt ausschaut. Ich war schwer beindruckt von der futuristischen Konstruktion und der "automobilmäßigen" Ausstattung und beauftragte einen Kumpel das Gerät bei seinem nächsten Besuch in Bremerhaven an Land zu ziehen. "Wissen ist Macht, aber Unwissenheit ist die Mutter aller Abenteuer" (Hägar der Schreckliche)
Spätestens als der teure Satz Blei-Traktionsbatterien nach nur zwei Jahren und relativ wenig Betriebskilometern in die ewigen Jagdgründe einging wurde mir klar, daß das bis dahin investierte Geld komplett verdampft war, falls es mir nicht gelingen würde, das El mittels unorthodoxer Methoden wieder zum Laufen zu bringen. Den Durchbruch brachte dabei die Umstellung auf gebrauchte Nickel-Cadmium-Zellen. Ab Frühjahr 2006 sah es dann nach langen Forschungen, Experimenten und vielen schöpferischen Pausen gut aus. Das olle Elektromobil hatte tatsächlich so etwas wie einen Gebrauchswert im Alltag bekommen. Ich hatte -mit kleinen Eingriffen- einige 1000 Kilometer gefahren. Die Benzinkutsche rostete in einer Hofecke vor sich hin. Scheichs, Multis, Vater Staat und andere Erdöl-Abgreifer dürfen seither woanders kassieren weil das rollende Plastikei für die täglichen Wege zur Arbeit und zum Einkaufen (20-25km) völlig ausreicht. Die Fahrerei mit den Ende 2004 zusammen mit einem zurechtgeflickten Zivan NG3-HF-Ladegerät eingebauten Flugzeug- An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich mit Rat & Tat unterstützt haben. |
Die Defekte: (in nicht 100% chronologischer Reihenfolge, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
| Fehler | Ursache | Abhilfe |
| Haubenschloß & Haltebügel dahin | Verschleiß, ("Botenfahrzeug beim Motorenwerk Bremerhaven") | ausgetauscht (Neuteile) |
| Innenraumlüftung ohne Funktion | Betätigung /Halterung an der Umluftklappe gebrochen | Lüftungsklappe geflickt |
| Heizung geht nicht | Sicherheitsthermostat durchgebrannt | ausgetauscht |
| Mitnehmer Hinterrad rechts zerstört | Montagefehler (Vorbesitzer) | ausgetauscht (Neuteile) |
| Ladegerät abgeraucht | unklar! (Spannungstoß beim ersten Batterieanklemmen?), Diode geplatzt | Hauptgleichrichter DD1(Original: PH BYV42 200 M9018) auf Ladegerätplatine w.g. Abrauchens durch General Semiconductor FEP30JP ersetzt. |
| Klackernde Geräusche in Kurven | Radlager im rechten Hinterrad losgewalzt (umlaufende Last) | Lager eingeklebt, Spalt mit zwischengelegtem Fühlerlehrenmaterial ausgeglichen. OK! |
| Fahrzeug fährt nach Halt ab und zu nicht mehr an. Irgendwann gehts von selbst wieder. | Bremspedal klemmt (nur bei hohen Außentemperaturen!) leicht und blockiert den Bremslichtschalter | Nach wochenlangem Suchen (mit Einschicken der Motorsteuerung an Curtis, 100,-DM) und ca 15km Schieben gefunden. Nachgestellt, OK
(viel Lehrgeld und ca. 15km Schieben durch eigene Blödheit) |
| Riemen runtergelaufen /defekt | siehe weiter unten | Neuer Riemen |
| Rücklichtglas zerbrochen | beim Aufladen auf PKW-Anhänger (fuhr mal wieder nicht mehr) gegen Bordwand gestoßen | Ersatzeil von Polski Fiat 126 (Kfz.-Zubehörhandel) |
| September '00:
Großes Blech-Riemenrad gerissen |
dänische Fehlkonstruktion, bricht rundum entlang der Kante (Stelle der stärksten Umformung) | Riemenrad aus Alu (aus neuer Serie) eingebaut. Dazu kompletten Antrieb ausgebaut. |
| Tachoanzeige schwankt | Geber-Magnet abgebrochen weil sich das gebrochene Riemenrad bog! | angeklebt, neu eingestellt, später sowieso Riemenrad getauscht (siehe oben) |
| Kein "Gas" /Schütze ziehen nicht an | Mikroschalter "Gas" defekt, Haubenschalter defekt | beide ausgetauscht |
| Batterieraum mit Säure versaut | Batterien "kochen" beim Laden (Plattenschluß an 2 Zellen in 2 Blöcken) Bleibatterien = Sch.... | weggeschmissen (DM 900,-!!), Nickel Cadmium vom Schrott, 42V/32Ah gekauft (DM 600,-) Batteriekorb wegen Durchrostung geschweißt. |
| Ladegerät lädt nur stoßweise 5sec ein/5sec aus | Fehlkonstruktion | Kürzeres / stärkeres Verlängerungskabel, herumprobiert, aber immer wieder Probleme |
| Rücklicht, Blinker hinten funktioniert nicht, vordere Beleuchtung aber ok | Einzelne Leitungen im Kabelbaum am Gelenk vorne rechts gerissen. | Leitungen gemufft |
| Kein Bremslicht | Mikroschalter Bremslicht defekt | Opel-Bremslichtschalter eingebaut |
| Verformtes Trafogehäuse, lädt nicht mehr | Zu warm, Lüfter kaputt, Kabel lose | Lüftungslöcher reingebohrt, Kabel mit neuen Anschlüssen versehen. Schalter für Lüfter ist leider nicht austauschbar da in Trafowicklung!! |
| Betätigung von Vor/Rückwärtsschalter lose. | Mangelhafte Befestigung | Mit Schraube gesichert. |
| Tageskilometerzähler zählt nicht | Anzeige klemmt | Ausgebaut, saubergemacht, geschmiert (Teflonspray), Federn nachgebogen. (mehrmals) Tageskilometerzäler bleibt unzuverlässig. Zusätzlich Fahradtacho eingebaut |
| Fahrzeug fährt nur noch rückwärts | Doppelschützkombination defekt w.g. Überhitzung. Anschlüsse an Hauptschützen lose da Stahlmuttern verwendet (walisische Fehlkonstruktion!!!) | Schütze zerlegt und repariert. Alles mit Messingmuttern verschraubt. Abdeckung weggelassen w.g. besserer Kühlung. OK |
| Scheibenwaschanlage ausgelaufen | Behälter durchgescheuert | ausgewechselt, Neuteil |
| Brems-& Rücklichter zu dunkel | Es waren 24V Birnen eingebaut! (Vorbesitzer = Vollidiot) | gegen 12V getauscht |
| 12V System ausgefallen | Wandler abgeraucht, da Kondensator abgefallen | Fremdreparatur (Fa. Kürten) 70,-€ incl. Versandkosten |
| Ladegerät startet nicht mehr | Fehler auf Platine, von mir nicht zu finden. Kein Schaltplan dieser Ausführung zu bekommen. | Ladegerät endgültig pensioniert. Mit Schweißgerät und Brückengleichrichter geladen. Funktioniert bei NC-Batterien einwandfrei! Später umgebauten Zivan NG3 eingebaut. |
| Wassereinbruch bei Regen | Frontscheibe paßt schlecht zu Loch in Karosse, Pfusch vom dänischen Hersteller! | Frontscheibe ausgebaut, Dichtgummi gereinigt und wieder eingebaut. Fugen zur Karosse und zur Scheibe mit "abtupfbarer" Scheibendichtmasse von Teroson ausgespritzt. Dicht! |
| Haube fällt zu | Gasfedern zu schwach, besonders bei Kälte | Gasfedern neu, bei Kälte aber immer noch zu schwach |
| Hinterachse steht schief | Silentblöcke an Aufhängung verschlissen, Distanzrollen von Vorbesitzer verzottelt, Fehlkonstruktion! | Durchgesägte Gummi-Metallbuchsen von Opel Kadett-C eingebaut. Neue Distanzrollen gedreht. Vorn "Druckplatten" aus Gummi untergelegt.
Die Achse wird durch die Bremskräfte mit der Zeit nach hinten gedrückt. |
| Karre bleibt stehen und jodelt | Motorwelle abgebrochen, (Fehlkonstruktion & spätere Pfuschreparatur) | Anker ausgebaut,
neues Teil gedreht und reingeklebt. Kein Querstift mehr
OK! |
| Vorderrad wackelt samt Aufhängung | Schwingenlager (Plastebuchsen von KS) verschlissen, Fehlkonstruktion! | getauscht, aber schon wieder Spiel! Umbau (Bronzebuchsen / Schmiernippel, Verbreiterung) nötig |
| Lenkung schlackert bei Geradeausfahrt | Spiel in Lenkgetriebe (Ritzel - Zahnsegment) | nachgestellt |
| klackendes Geräusch beim Bremsen | Gummi in Bremsmomentstütze vorn verschlissen | mit gewickeltem Fahrradschlauch geflickt. Das funktioniert! (zumindest eine Zeit lang) |
| Lenkstockschalter (Blinker) gebrochen | vermutlich Gewalttat des Vorbesitzers | ausgetauscht (gebraucht, paßte von meinem alten Fiat Panda) |
| Lenkschloß blockiert Lenkung nicht mehr | Aufnahme (Plaste!!!) miserabel gefertigt | Aufnahme ausgebaut und nachgearbeitet |
| Zündschlüssel läßt sich nicht mehr einstecken, dabei Schlüssel abgebrochen | Verschleiß des Schließzylinders | zerlegt, erste Zuhaltung ausgebaut, Ersatzschlüssel kopiert. (Rohling wie Citroen 2CV) |
| Riemen abgelaufen, Riemenschutz, Pluskabel der Batterie und Tachogeberkabel durchgescheuert. Folge: Kurzschluß, Geber und Widerstandsarray R1 im Tacho durchgebrannt | Ursache unklar, da bereits neue Alu-Riemenscheibe eingebaut war! | Neuer Riemenschutz, neuer Tachogeber, neues Widerstandsarray (= 4 Einzelwiderstände á 47 Ohm)
Riemen erneut abgelaufen im März ´04, Riemenschutz wieder durch! Diesmal Riemenspanner umkonstruiert (auswechselbare Lager, neues Lagerrohr gedreht) Riemenanrieb = Sch..... |
| Haltebügel für Haubenschloß aufgerissen | schon mal gewechselt, Fehlkonstruktion, mangelhafte Ausführung | gerichtet, Bolzen mit Blechbügel verschweißt |
| Februar 2004: Rad hinten links schleift in Rechtskurve an Bremsankerplatte, Radmutter wird locker. Nachziehen hilft nur kurz. Beinahe Rad verloren! | Achslager auf Hinterachse und in Distanzstück eingelaufen. Fehlkonstruktion & mangelhafte Ausführung (zu weiches Material von Welle und Distanzstück bei umlaufender Last) | Lagersitze ~1mm abgedreht, durch Flammspritzen (Cr/Mo) härteres Material aufgetragen und auf Originalmaß abdrehen lassen. (eigene Drehbank zu klein)
Zu weiche Distanzrolle links gegen alten Kugellagerring ausgetauscht. Bei Demontage am 18.7.2010 war kein erneutes Einlaufen der Lagerringe in die Welle festzustellen. Die reparierte Welle scheint standfester als ein Neuteil zu sein! |
| "Radkappe" verloren (oder geklaut?) | Befestigung = Fehlkonstruktion | Weggelassen da relativ teuer. Fährt auch gut ohne! |
| "Querstabilisator" an Hinterachse gebrochen | War verbogen (Vorbesitzer hat vermutlich Wagenheber untergestellt) | gerichtet, geschweißt, entrostet, lackiert |
| Notausschalter defekt (Karre fährt nicht mehr) | Kein Kontakt w.g. Korrosion | ausgebaut, zerlegt, Kontakte gesäubert, mit Schutzspray eingesudelt |
| Vorderrad wackelt samt Aufhängung. | Schwingenlager (Plaste) zum zweiten Mal verschlissen. Elende Fehlkonstruktion!!!! | getauscht! Umbau (Bronzebuchsen / Schmiernippel) wäre nötig (siehe oben) |
| Blattfeder gebrochen | wahrscheinlich Altersschwäche (13 Jahre) | Neue Federn in alter Ausführung (vorn 8, hinten 5mm dick) eingebaut. (Die neue Federausführung ist zu hart und zu bruchanfällig.) |
| 27.7.04
Schütze ziehen an und fallen beim Gasgeben sofort wieder ab, keine Fortbewegung |
Curtis Motorsteuerung kaputt Ursache unklar | Reparatur durch Fa. Kürten für 150,-€ pauschal. (Freilaufdiode war durchlegiert und hatte einen Transistor mitgenommen.)
2.8.04: Dreht sich wieder. |
| 6.8.04: El rollt schlecht. | Hinterer Bremsbacken am rechten Hinterrad schleift, da Rückholfeder des Handbremshebels abgebrochen. | "Federhalter" aus VA-Blechstreifen gebogen. |
| Dezember '04
Geräusche beim Fahren, speziell beim Rollen ohne Last |
Riemen wieder seitlich abgelaufen, diesmal Richtung Motor. Spannung zu schwach??? Noch unklar. | Einstellbaren Riemenspanner (exzentrisch gelagerte Rolle) gebaut. Sehr praktisch hilft aber nicht. |
| März '05: Federbein vorn zu Ende (Ölverlust, Gummibuchse zerbröselt) | Altersschwäche | original Neuteil |
| März '05: erneut Wasserverlust Scheibenwaschbehälter | miserable Qualität des geblasenen PE-Behälters (war schonmal getauscht, siehe oben) | Diesmal mit Heißluftpistole und Stücken von PE-Kloreinigerpulle "geschweißt" und verstärkt. Dicht! |
| März '05: Scheibenwaschbehälter abgefallen | durch "Schweißarbeiten" (siehe oben) verzogen | Distanz unter Halter, Riemen durchgezogen und damit an Halter festgebunden. |
| März '05: Scheibenwaschwasser tropft vor rechtem Hinterrrad herunter | Rohr w.g. Altersschwäche brüchig. Brühe wird in Kabeltunnel gepumpt, Handbremsloch steht voll! | Trockengelegt. Plastik-Waschwasserschlauch (Opel) durch Tunnel gezogen und auf Reststücke der alten Leitung gesteckt. |
| März '05: Notausschalter gibt wieder keinen Kontakt | Korrosion | siehe oben |
| April '05: lahm, schlechte Reichweite. Riemen läuft immer noch ab! | Nach einer gewissen Fahrstrecke entwickelt sich immer wieder Spiel (<1mm) zwischen den Krallenringen und den Motorkonsolenlagern | rechts Anschlag (aus kegliger Kugellager- Spannhülse, SKF H206) eingebaut, der auf das Lager in der Konsole drückt. Erneut durchgeschliffenen Riemenkasten mit billigen glasfaserverstärktem Polyesterplatten (Baumarktqualität) und 2K-Kleber geflickt. (das hält schleifenden Riemen mehrere Kilometer stand.) |
| April '05: Gummis Bremsmomentstütze vorn verschlissen | Altersschwäche | Umbau auf zwei wartungs- & spielfreie Kugelgelenkköpfe M10 |
| 13.4.05: Rückholfeder Gashebel gebrochen | Altersschwäche | provisorisch kleine Zugfeder am Pedal eingehängt |
| Mai '05: Riemen läuft wieder mal ab | keine mögliche Ursache mehr feststellbar | Diesmal Anlaufscheiben aus Alu (links & rechts, nach Muster von Auto-Rippenriemenscheiben) für Motorriemenscheibe gedreht. Neuen Riemen von City Com eingebaut.
Auffällig: Exzenter-Spanner (siehe oben) kann mit neuem Riemen in der "losesten" Stellung bleiben, Höchstgeschwindigkeit ist deutlich größer als vorher. |
| 15.5.05: El fährt teilweise wieder nicht. Rucken und Schützgeklapper beim Überfahren von Schlaglöchern | Ich hatte beim Entfernen des Original-Ladegerätes (kaputt, Umbau Zivan NG3) gepfuscht:
(Kontakte 1 & 6 am Stecker J7 waren nur mit Drahtbügel und Kabelbinder gebrückt!) |
Kontakte J43/3 (Fahrpedalschalter, gelb/rot) und J44/1 (Oberteilschalter, braun) direkt mit Kabel verbunden.
Scheint OK |
| 15.6.05: Geräusche von hinten | Scheibenwaschbehälter trotz Riemenbefestigung wieder herausgefalln, schleift auf der Straße. | Noch einen Riemen angebracht, der den Behälter nach unten zieht. |
| 16.6.05: Geräusche vom Riemen (~1150km alt), Fetzen hängen aus Riemenkasten | Hinterachse hatte trotz selbstgebastelter "Arretierung" (siehe oben) wieder seitlich Luft, Riemen trotz selbstgebastelter Führung wieder nach links übergesprungen. | Fransen von Antriebsriemen abgeschnitten.
Die Hinterachse schien zwar "bombenfest" zu sitzen, aber der Riemen lief trotzdem ab. Erst nachdem der auf der linken Seite verbliebene Krallenring mit der Spannhülse rechts richtig "unter Druck gesetzt" wurde hörte das auf. |
| 17.6.05: Riemenrad läßt sich nicht mehr befestigen | "Halbes" Taper-Lock-Anzugsgewinde in Alu-Rad ausgerissen, keine Gewindereparatur möglich. Fehlkonstruktion, sowas hält nur in Stahl! | "Druckflansch" angefertigt und mit 5 Senkschrauben M5 am Riemenrad angebracht.
El fährt wieder, aber der abgesäbelte Riemen gibt unter Last (auch beim Drehen am Motor mit der Hand!) grauslige Geräusche von sich. |
| 19.6.05: Wasserlache unter El | Beim Montieren des Scheibenwaschbehälters wurde eine "Schweißstelle" (siehe oben)wieder undicht | Brühe soweit abgelassen daß es nicht mehr tropft. (Scheibenwaschanlage = absoluter Schrott |
| Sommer '05: "chrapp-chrapp"- |
Metallspäne in (von mir persönlich augetauschten) Bremsbelägen eingebettet, Trommel hat Riefen | Späne (ungeklärter Herkunft) mit Taschenmesser herausgekratzt. |
| Dezember '05: wieder Geräusche aus der Bremse | Trat nach Fahren im Salzmatsch auf. | Nach heftigem Abbremsen aus möglichst hoher Geschwindigkeit verschwindet der Effekt. |
| 17.1.06: El fährt an Ampel nicht mehr an. Schütz klackt, aber kein Strom von Motorsteuerung. | Trat beim Fahren im Salzmatsch auf. Vermutete Ursache: Anschlüsse für "Gas"-Poti am Curtis durch Salzwasser überbrückt. | Am nächsten Tag gings von selbst wieder! Sicherheitshalber etwas "geputzt".
Für Winterbetrieb müßte aber die gesamte Motorelektrik besser gegen Spritzwasser geschützt werden! |
| März '06: Riemen wieder abgelaufen | Faulheit: Selbstgedrehte Spannrolle aus Alu war durchgeschliffen. Rolle muß aus Stahl sein, auch wenn der schlechter abzudrehen ist! | Endlich schon lange geplanten Umbau auf Kettenantrieb durchgezogen: Alle Antriebsprobleme sind dauerhaft verschwunden! |
| Mai '06: Scheibenwaschbehälter wieder undicht! | Fehlkonstruktion & miserable Qualität | Behälter weggeschmissen und Teil vom Schrottplatz aus ollem Opel (Hersteller Hella) eingebaut, Pumpe hat viel mehr Druck! |
| 18.7.06: Oberteil geht schwer runter. Danach Lenkung schwergängig. | Kreuzgelenk hat sich verkantet und Blech-Gabel an der Welle des Lenkritzels verbogen.
Vermutlich darf man das El nicht in einer unebenen Wiese parken. Lenkung besser immer in Schloß einrasten (gerade) bevor Haube geöffnet wird? Muß beobachtet werden! |
Ausgebaut, gerichtet (das war FALSCH !!!), Lenkung neu eingestellt.
Man darf den lumpigen Blechbügel auf gar keinen Fall "einfach wieder geradebiegen"! Später brach das Teil, weil es vermutlich unsichtbar angerissen war! Das war LEBENSGEFÄHRLICH ! Deshalb: Bei Beschädigungen der Lenkwelle immer ein Neuteil einbauen! |
| 25.9.06: El unterwegs schlagartig "tot". Fährt nicht, 12V sind weg. | 35A Hauptsicherung gebrochen. | Neue Sicherung von zu Hause geholt und eingebaut. |
| 27.1.07: Beim Anfahren fährt es geradeaus statt nach rechts. Zum Glück kam gerade kein Gegenverkehr! | Bügel für Kreuzgelenk von Welle des Lenkritzels abgebrochen. War vermutlich bereits am 18.7.06 angerissen! (s.o.). | El auf Anhänger nach Hause geschafft. Neuteile eingebaut: Ritzel, Lenkwelle |
| 24.3.07: Beim "Schließen der Lüftungsklappe" sagt der Antrieb:
bamm - chrrrrrrrrrr |
w.g. fortschreitender Verblödung danebengegriffen und bei >50km/h Rückwärtsgang eingelegt! Selbst reparierte Ankerwelle (Gewinde M18*1,5 mit Loctite verklebt, s.o.) hat sich auseinandergedreht | El auf Anhänger nach Hause geschafft. Anker ausgebaut, Wellenstummel neu eingeklebt. Verdrückten Kettenkasten gerichtet. Macken aus Ritzel und Kettenspanner entfernt, neue Kette da Glieder schwergängig. |
| 30.3.07: Korrosionsschäden: Handbremse läßt sich nur schwer betätigen und geht nicht von selbst zurück. Bei Reifenwechsel zwei Schlauchventile in Felgen festgefault. Beschichtung der Räder "unterfault" | Mangelhafter Korrosionsschutz, Fahren im Winter (Salz), "übergekochte" Bleiakkus (Schwefelsäure) | Schläuche abgerissen, Ventile ausgebohrt. Löcher in Felgen saubergekratzt und Spalt mit Silikonfett gefüllt. Abgedrückte Felgenbeschichtung mit Spachtel und Schaber weggekratzt. Hinterradbremsen total zerlegt Aluminiumoxyd und Rost entfernt. Bremsnocken und Lagerung der Backen mit Heißlagerfett (Bosch FT1V4) geschmiert. Zusätzlich neue Handbremszüge eingebaut. |
| 7.7.2010: Beim Überfahren einer Bodenwelle macht es "krack-krack". Danach bleibt die Haube nicht mehr zu. | Haltebügel des Haubenschlosses wieder mal gebrochen. Hypothese: Die Form des Blech-Stanzteils bewirkt zwei Anrissecken. Durch seitliche Bewegungen der Haube beim Überfahren von Unebenheiten wird der Schloßhaltebügel seitlich hin und her gebogen. das führt zum Dauerbruch. | Ausgebaut und (zum zweiten Mal) von meinem freundlichen Chef mit dem MIG/MAG-Schweißgerät wieder zusammenbraten lassen. |
| 17.7.10: El will nicht mehr rückwärts aus der Parklücke rausfahren. Motor zieht zwar, abers rollt nett... | Wie schon 2004 (siehe oben) ist die Rückholfeder eines Handbremshebels an der Bremsankerplatte abgebrochen. | Ausgestiegen und dann Handbremse gelöst. (Vorsicht bei abschüssigem Gelände: Vorher Stein o.ä. unterlegen!) Hebel an Bremsankerplatte an den Anschlag zurückgedreht: Es rollt wieder. In der Heimwerkstatt weiteren VA-Blechbügel gebastelt. |
Danach muß man (speziell bei solchen alten dänischen Fahrzeugen wie meinem) dafür sorgen, daß die diversen Konstruktions- und Ausführungsmängel im Bereich Hinterachse/Antrieb irgendwie behoben werden. Ich habe festgestellt das nur eine Umstellung auf Kettenantrieb (z.B. Fa. Kürten) das Problem auf Dauer beheben kann. Allerdings muß eine Kette wegen des Verschleißes der vielen Gelenkstellen nachgespannt werden. Ohne optimalen Schmutzschutz & Schmierung (Ölbad) wird das in kurzen Abständen nötig. Weil das eine solche Sauerei ist habe ich mir den geschlossenen Kettenkasten gebaut.
Den Riemenantrieb konnte ich zwar mit diversen Umbauten einigermaßen in den Griff kriegen. Aber auch die besser funktionierende (nicht gerade billige) Alu-Riemenscheibe von City Com ging wegen eines Konstruktionsfehlers (Taper-Lock Anzugsgewinde in Alu) viel zu schnell wieder kaputt. Selbst geringstes (kaum feststellbares) seitliches Spiel des Motorhalters auf der Hinterachse führt anscheinend zum Überspspringen und zur Zerstörung des Rippenriemens!
Da das El (wie schon der Name nahelegt) voller Elektrik steckt und der nächste Vertragsservice sich in der Regel außerhalb der durch die Batteriekapazität begrenzten Reichweite befindet, ist man gezwungen eine Methode zu finden, in Eigenregie auf Fehlersuche zu gehen.
Der vorher ausgebliebene Defekt an der Bremsanlage ist am 6.8.04 eingetreten (siehe oben), obwohl ich bisher
keine Berichte anderer El-Fahrer über sowas gefunden habe. Damit ist auch an der letzten bisher fehlerfreien Baugruppe ein Schaden aufgetreten.
Auch wenn ich (notgedrungen) mein El inzwischen auf 43,2V umgebaut habe, denke ich daß der auf Zuverlässigkeit
Wert legende "Normalfahrer" nicht versuchen sollte, Anzug oder Endgeschwindigkeit zu erhöhen. Der Verschleiß der Mechanik ist wegen der einfachen und leichten Bauweise in der Serienausführung bereits groß genug. Die Belastung steigt leider an vielen Stellen mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Sie ist deshalb bei 60km/h schon mehr als doppelt so groß (!) wie
bei den lumpigen 40 für die das Plastikei mal konstruiert wurde.
©Ulrich Reeg, Stand: 18.07.2010
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