Im Schaltplan ist noch die Abschaltung
des Eltrans-Laders zu sehen.
Das funktionierte so: Relais 2 des Ladeunterbrechers verband
beim Anziehen Anschluß J7/8 an der Ladeplatine des El mit dem Schlüsselschalter
("Zündschloß"). War dieser ausgeschaltet und der Netzstecker
eingesteckt, begann das Ladegerät zu arbeiten. Fiel das Relais
ab bekam Anschluß J7/8 an der Ladeplatine Batteriespannung: Das
Ladegerät schaltete ab (Das ist so als ob man den Zündschlüssel gedreht
hätte).
Nachträglich wurde zur gezeigten Schaltung ein (Halbleiter-)Relais hinzugefügt, das direkt auf der Netzseite unterbricht und das Ganze samt eigener 12V-Versorgung und einer Steckdose in das Gehäuse eines defekten Computernetzteils gebaut. Damit ist es nun für alle Ladegeräte verwendbar.
Achtung hierbei wird
auf der Netzseite geschaltet. 220V sind lebensgefährlich!!!
Derartige Konstruktionen
müssen wenigsten von einer Person kontrolliert werden die Kenntnisse
als Elektriker besitzt!
Fa. Conrad Elektronik bietet einen "Fensterdiskriminator"-Bausatz an der sich passend ändern läßt:
Es werden benötigt:
Die Platine wird wie folgt im El angeschlossen:
Die Leuchtdioden LD1 ("außerhalb") und LD3
("innerhalb") sowie deren Steuertransistoren und Vorwiderstände können
wegfallen.
Die Versorgungsspannung aus dem 12V-Netz des El zu entnehmen hat entscheidende Sicherheitsvorteile:
1. Man kann nicht aus Versehen ein Ladegerät ohne Batterie am El starten, weil ja keine 12V da sind. Bei Leerlaufspannungen des Laders >60V würde das zum sofortigen Tod mehrere Elektronikplatinen führen!
2. NC-Zellen haben bei Tiefentladung einen sehr niedrigen Innenwiederstand: Das gefährdet manche Ladegeräte durch Kurzschluß!
Der Nachteil: Unter 22V Batteriespannung lädt es nicht mehr.
Da die Batteriespannung durch Selbstentladung und
den ständigen Betrieb des 12V-Wandlers absinkt, wird irgendwann der
untere Einschaltpunkt unterschritten, so daß der Kreislauf von vorne
beginnt.
Mit dem Taster Ta1 (er läßt Relais
2 anziehen) kann der Ladevorgang zusätzlich "von Hand" gestartet werden, solange
sich die Batteriespannung "innerhalb" des Diskriminatorfensters befindet.
Das schien mir nützlich z.B. beim Einjustieren oder wenn der Apparat eine Weile gestanden hat und man vor dem Losfahren die Batterie nochmal richtig vollaufen lassen will. 32AH!!)
Der Abgleich:
Betriebsspannung (12V) anschließen. Eingangsspannung
Ui mit Labornetzgerät o.ä. zwischen 46V und 56V variieren.
P1 so einstellen, daß Relais 1 unterhalb
von 46,5V anzieht (LD2 leuchtet). P3 an rechten Anschlag (4,7kOhm) drehen
und dann P2 so einstellen daß Relais 2 bei 56V (maximale Ladespannung
bei Batteriewartung) anzieht (LD4 leuchtet).
Der Einbau:
Das Ganze hatte ich zunächst in ein Kästchen
gebaut das bei Conrad-Electronic im Regal lag. Zusätzlich war noch
ein Schalter drin, der den Kapazitätsmesser überbrückt,
falls der versucht mir den Strom abzuschalten. Das Gerät lag rechts
vor dem Sitz, da störte es nicht.
Wichtig sind die Anschlußpunkte:
Minus muß am zentralen Fahrzeug-Nullpunkt, d.h. am vorderen Ende
des Ladeshunts unter dem Sitz, Plus direkt am Batteriepol abgegriffen
werde.
Ich hatte
zunächst die faule Tour versucht und die Kabel an den Kühlblechen
des Original-Ladegeräts angeschlossen, weil das so schön einfach ging. Beim
Erreichen der eingestellten Ladeschlußspannung schaltete aber das
"Untebrecherkästchen" nicht sauber ab sondern Relais 1 "ratterte"
eine Weile, weil das Ladegerät anscheinend eine "wellige" Spannung abgibt,
so daß der Fensterdiskriminator mit ca. 50Hz hin- und herschaltet.
Die
Skala von P3 (der Einstellbereich entspricht 51-56V) habe ich nach der
weiter oben gezeigten Kurve direkt in °C-Batterietemperatur geeicht.
Das war für mich ein schönes Stück Arbeit! Leider kann man im Browser auf dem kleinen Bildchen nix erkennen. Die Datei hat aber die volle Größe, draufklicken zeigt sie in einem neuen Fenster an.
Der Ladebetrieb:
Der einzige Unterschied zum Originalzustand (36V-Bleibatterie)
ist, daß man vor dem Anschließen des Netzsteckers die Batterietemperatur
feststellen und das Poti P3 auf den entsprechenden Wert einstellen muß.
Das ist natürlich nicht sehr elegant, aber es funktioniert.
Die Einstellung hat sich als völlig unkritisch erwiesen. Die Akkus nehmen keinen Schaden. Nur die maximal entnehmbare Kapazität und der Elektrolytverlust durch Gasung sind je nach Einstellung unterschiedlich. Am 15.4.07 wurde die maximale Abschaltspannung für den Betrieb mit 36 Zellen auf 58V hochgedreht, um bessere Ausgleichsladungen und mehr Reichweite zu ermöglichen.
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© Ulrich Reeg Stand: 15.04.2007 Kontakt (zur Spamvermeidung) über den geschlossenen Nutzerbereich von Ralf Wagners "Elweb".